ROPA

ROPA-Technik: Maßgeschneiderte Kinderwunschbehandlung für lesbische Paare

Bei der ROPA-Technik (Empfang der Eizellen der Partnerin) nehmen beide Frauen aktiv am Behandlungsprozess teil. Einer der Frauen werden die Eizellen entnommen, während der anderen der Embryo übertragen wird.

Reproduktionsbehandlungen standen bis vor relativ kurzer Zeit nur heterosexuellen Paaren zur Verfügung, aber dank der rechtlichen Lage Spaniens auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin haben heutzutage auch lesbische Paare Zugang zu künstlichen Reproduktionstechniken, um so ihren Familientraum verwirklichen zu können.

Die sexuelle Reproduktion erfordert die Interaktion zwei menschlicher Keimzellen: eine weibliche und eine männliche im Inneren der weiblichen Reproduktionsorgane. Wenn aber aufgrund von Identitätsproblemen oder gar der sexuellen Orientierung diese Interaktion nicht akzeptiert wird, dann kann bzw. muss auf die assistierte Reproduktion zurückgegriffen werden, denn Sexualität und Kinderwunsch müssen nicht unbedingt von einander abhängig sein.

In der Gegenwart stehen wir vor heterogenen Situationen, wie z.B. die Schwangerschaft binnen eines glechgeschletlichen Paares zweier Frauen. Mit Hilfe der ROPA-Technik (vom Englischen „Reception of oocytes from the partner“ und in Deutsch als „Empfang der Eizellen der Partnerin“ übersetzt) können gleichgeschlechtliche lesbische Ehen und Lebensgemeinschaften aktiv an der Behandlung teilnehmen. 

So beschlossen vor zwei Jahren Tine und Hege, aus Trondheim, Norwegen, ein Kind zu bekommen. Für zwei Tage reiste das Paar nach Spanien, ins sonnige Alicante, um sich bei der internationalen Kinderwunschklinik IVF SPAIN ALICANTE medizinisch beraten zu lassen und ihren Traum vom gemeinsamen Familienglück endlich erfüllen zu können.

“Wir haben uns für IVF-Spain entschieden, weil wir hier den besten Eindruck erhielten, wegen der langjährigen Behandlungserfahrung. Wir haben uns mit IVF-Spain in Kontakt gesetzt und dies bestätigte unseren Ersteindruck. Sie beantworteten all unsere Zweifel auf eine sehr professionelle und persönliche Weise. Sie behandeln uns jederzeit sehr gut.“

Die internationale Klinik schafft mit fortschrittlichster Technik, kombiniert mit der langjährigen Erfahrung des Teams und unter der Leitung von Leiter und Gründer Dr. Jon Aizpurua, die besten Bedingungen für die ROPA-Behandlung. Zusammen mit dem norwegischen Paar kam auch das norwegische Fernsehen TV2, welches eine Reportage über das Paar drehte, mit Schwerpunkt auf die Auswirkungen solcher Behandlungen auf homosexuellen Paaren, die sich entschlossen haben, gemeinsam den Weg zum Wunschkind zu gehen und mittels einer künstlichen Befruchtung ein Kind zu bekommen.

“Wir finden es sehr spannend für andere Paare mit Kinderwunsch ein Beispiel sein zu dürfen.”

Bei einer Behandlung mittels des ROPA-Verfahrens unterzieht sich eine der Frauen einer medikamentösen Ovarialstimmulation, um anschließend die mittels Ovarialpunktion entnommenen Eizellen mit Spendersamen befruchten zu lassen – hierbei ist zu betonen, dass norwalerweise sich die jüngere Frau aufgrund der höheren Eizellqualität diesem Verfahren unterzieht. Anschließend werden die befruchteten Eizellen über einen 5 – 6 tägigen Zeitraum unter optimalen und kontrollierten Kulturmedien beobachtet.

Haben die Embryonen nach einer 5 – 6 langen Kultur sich optimal zu einer Blastocyste entwickelt, wird der Embryo (gesetzlich können unter gewissen Vorraussetzungen bis zu 3 Embryonen transferiert werden) mittels eines Transfer-Katheters in die Gebärmutterhöle eingesetzt. Um aber das erwünschte Ergebnis zu erzielen, ist es unerlässlich, dass sich die empfangende Frau mittels der Einnahme von Medikamenten vorbereitet, denn nur unter optimalen Bedingungen wird sich der Embryo erfolgreich in die Gebärmutter einnisten – in den meisten Fällen sind ergänzende Therapien und / oder Tests angebracht, um die Erfolgschancen zu steigern.

Obwohl das ROPA-Verfahren als Solches nicht gesetzlich geregelt ist, handelt es sich im Endeffekt um eine Behandlung basierend auf einer In-Vitro-Befruchtung mit gespendeten Eizellen (und phänotypisch angepasten Spendersamen) bei der die Embryo-Kultur im Labor eine ununterbrochene Überwachung und Kontrolle mehrfacher Parameter erfordert – die Embryo-Kultur ist aber auch in großem Maße von der Qualität des Labors, also technologische Ausstatung, und von der angewandten Technik abhängig.

An diesem Punkt angekommen, stellt sich zwangshaft die Frage: handelt es sich eigentlich hierbei um ein gesetzlich erlaubtes Verfahren? Ist nicht in Spanien ausschließlich die anonyme Spende von Gameten vorgesehen? Richtig, alle Fertilitätsbehandlungen bei denen eine Spende mit männlichen oder weiblichen Keimzellen vorgesehen ist, basiert zwangsläufig auf das Prinzip der Anonymität. Bei der ROPA-Technik allerdings, handelt es sich um eine Aussnahme des erwähnten Prinzips, da in den Augen des Gesetzgebers die Spende innerhalb des Familienwesen stattfindet.

In vielen Ländern in denen bereits die homosexuelle Heirat erlaubt ist (u.a. Norwegen), ist allerdings die Eizellspende nicht vorgesehen - gerade aufgrund diesen legalen Faktor begeben sich viele Paare ins Ausland, um sich einer Kinderwunschbehandlung zu unterziehen.

In einen gesellschaftlichen Kontext, in dem eine kontinuierlich steigernde Zahl an Paaren auf assistierte Reproduktionstechniken angewiesen ist, um ein Kind zu bekommen, liegt Spanien mit eines der fortgeschrittensten Gesetzen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin in einer äußerst günstigen Position auf internationaller Ebene. Spaniens Gesetzlage erlaubt, wie bereits betont, sowohl die anonyme Spende von Samen und Eizellen zum Schutz der Kinder – mittels assistierte Reproduktion erzeugte Kinder können keine Information der Spender erhalten (ebenso können Spender keinerlei Information der erzeugten Kinder erhalten).

Für Spanien spricht aber auch, dass dessen Gesetzgebung die Studie und Zulassung von Spendern mittels festgelegter Proben und Tests regelt. IVF SPAIN ALICANTE geht allerdings einen Schritt weiter und führt zusätzliche Untersuchungen durch, wie z.B. das Recombine preconceptive Testing – so können nähmlich die am häufigst auftretende und schwerwiegenste genetisch bedingte Krankheiten vorgebeugt werden – um in diesem Fall Spendersamen mit der höchstmöglichen Garantie anwenden zu können und so die Gesundheit und das Wohlergehen zukünftiger Generationen zu gewärleisten.

Wir bedanken uns bei Dr. Aizpurua und seinem Team der Klinik IVF Spain für den uns zur Verfügung gestellten Artikel.

ROPA METHODE